2010 wird eine Premiere gefeiert: Erstmals gehen
Olympische Spiele für Jugendliche über die Bühne, als
Location wurde Singapur gewählt, die Seglerinnen und Segler
treten im Surfboard und auf dem Byte an.
In ebendiesem Byte fanden von 3. bis 7. Dezember in Imperia
die offenen Europameisterschaften statt, die auch als
Qualifikationsbewerb für die YOG galten. Eine beinharte
Sache, denn für ganz Europa stehen nur sieben Startplätze
zur Verfügung. Als einzige Österreicherin dabei: Die
Kärntnerin Lara Vadlau, seit Jahren als Ausnahmetalent
gehandelt, international erfolgreich in Optimist und 420er,
und nun, quasi nebenbei, auch noch im Byte aktiv. Die
Konkurrenz hätte stärker nicht sein können: Alles war da,
was Rang und Namen hatte, die Byte-Cracks aus Übersee –
Singapur stellt derzeit Welt- und Vizeweltmeisterin –,
renommierte Laser-R-Seglerinnen, die Top-Ten der aktuellen
Weltrangliste – insgesamt 80 Starterinnen aus 28 Nationen.
Doch Vadlau zeigte weder Respekt noch Nerven. Ausgezeichnet
vorbereitet von einem der besten Byte-Trainer der Welt, gab
sie von der ersten Wettfahrt an Vollgas und lieferte sich
mit einer Polin ein packendes Duell um den Sieg. Über den
Titel entschied die zehnte und letzte Wettfahrt: Lara Vadlau
lag nur einen Punkt hinter ihrer Rivalin, riskierte alles –
und musste einen Frühstart hinnehmen. Blöd gelaufen, aber so
agiert halt jemand, der den Schwanz nicht einzieht …
Der Vize-EM-Titel war Vadlau dennoch nicht zu nehmen und das
Ticket nach Singapur hat die 15-Jährige ebenfalls fix in der
Tasche. Dass sie dort mit Zähnen und Klauen um einen Platz
am Stockerl kämpfen wird, davon darf man ausgehen.
Schließlich wird sie in der Byze-Szene bereits jetzt als
heiße Medaillenkandidatin gehandelt …